Danische Glockenmuseum
Over Lerte Kapelle
Dk-6560 Sommersted

Dansk Klokkemuseum | Over Lerte Kirke | Farrisvej 12 | Dk-6560 Sommersted
Telf.: +45 7542 3873 | mail: info@klokkemuseum.dk
DANSK KLOKKEMUSEUM wurde 1991 gestiftet, hauptsächlich mit dem Zweck, Quellenstudien über eine Enklave der dänischen Kulturgeschichte zu machen, die in kommenden Jahrhunderten im großen ganzen der Elektronik und der Medientechnik Platz machen muß, und um dadurch unser Wissen zu bewahren und zu erweitern.
Die Glocken verschwinden allmählich aus dem täglichen Leben. In den Kirchen automatisiert man das Läuten und reduziert dadurch die Lebensdauer der Glocken unverhältnismäßig - und somit werden speziell unsere unersetzbaren, mittelalterlichen Glocken gefährdet.
Im Alltag ist Lärmbelästigung ein Stichwort geworden, und die Glocken werden früher oder später als Signalinstrumente verbannt verden. Tierglocken sind im Dänemark von heute schon von der Bildfläche verschwunden; das Vieh verläuft sich nicht innerhalb der Zäune.
Die alten, schweren, mechanischen Spielwerke für die Glockenspiele in unseren Türmen verden durch elektronische Spielanordnungen ersetzt. Allmählich wird die einzige Aufgabe der Glocken, unser abgehetztes Dasein akustisch zu zieren.
Im Mittelalter waren die Glocken wertvolle Werkzeuge im Kampf gegen die Dämonen, die das tägliche Leben verpesteten, die durch Hagelwetter das reife Getreide umwarfen, die Abortusinfektion und Schweinepest verheeren ließen, die Mißernte verursachten und die Dörfer mit Feuer heimsuchten.
Die Glocken konnten helfen, wenn die Frauen unfruchtbar blieben, und damit für die Fortpflanzung der Familien sorgen. Man läutete über die Toten, um ihren Aufenthalt im Fegefeuer abzukürzen. Wenn die Gräber geöffnet wurden, wurden sie durch Glockenläuten von Dämonen gereinigt, und die Macht der Unterirdischen zerbrochen.
Allmählich ändert sich die Form des Glockenkörpers. Im Museum verfügt man über die allerältesten Typen. Die Hedebyglocke stammt aus der Zeit um 900 herum, die Bienenkorbglocken gehören in unseren ältesten, etablierten Kirchen, die Zuckerhutglocken (wie z. B. die Bregnetglocke) invadieren Europa in Verbindung mit den Kreuzzügen und erscheinen in Dänemark anfangs der 1200 Jahre.
erforierten Bänder der alten Spielwerke.
Die Schiffsglocke erhält ihr charakteristisches Profil in den 1300 Jahren, und diese Form ändert sich nachher nicht wesentlich. Das ewige Streben der Glockengießer nach größerem Wohlklang und längerem Nachhall führt um 1600 herum zum harmonischen Profil, das noch in unserer Zeit hervorherrschend ist.
Der Glockengießer muß zu einer Reihe von ganz verschiedenartigen und bedeutsamen Problemen Stellung nehmen:
Form der Krone (die Aufhängeanordnung der Glocke),
Form und Gewicht des Klöppels,
Profil des Schlagringes (die verstärkte Mündung der Glocke), Zusammensetzung der Legierung, und - vor allen Dingen - Ornamentierung und Formgebung der Inschriften.
Das Museum berichtet auch, was passiert, wenn die Instandhaltung der schweren Glocken und Klöppel versäumt wird, und tragisch ist die Geschichte von dem Schicksal der Glocken, wenn die Nation Metall für Waffenherstellung braucht.
In vielen Beziehungen mischt sich die Glocke in unsere Kulturgeschichte hinein; nicht nur wenn es sich um die Kirche handelt.Schon im Altertum hängt man den Tieren Glocken um den Hals, um sie wiederfinden zu können, wenn sie auf den Weiden des Dorfes frei umherlaufen. Im Haushalt der oberen Schichten steht die Tischschelle auf dem Tisch, und die Hofglocke ruft die Angestellten zu Pflichten, Mahlzeiten und Sammlung.
Im Verkehr gibt es Schlittengeläuten, und die Glocke ist unentbehrlich im Meldeposten, am Bahnübergang, auf dem Fahrrad und im Straßenbahnwagen.
Der Straßenhändler verwendet die Glocke, um die Aufmerksamkeit der Kunden auf sich zu lenken.
Die Glocken im Verkehr sind schalenförmige Glocken, und als die elektrischen Klingeln verbreitet werden, werden sie gleichfalls mit schalenförmigen Glocken ausgestattet.
DANSK KLOKKEMUSEUM erzählt und demonstriert die Kulturgeschichte der Glocke; man versucht aber, es so zwanglos und lebensnah wie überhaupt möglich zu tun. Es ist nicht notwendig, auf leisen Sohlen zu gehen, viele der Glocken lassen sich läuten, man darf die Exponate anrühren, man darf sie photographieren, und überall be